Aus dem Vereinsleben


Jahreshauptversammlung fand statt!

Am Mittwoch den 14. Oktober 2020 trafen sich die Mitglieder des Vereins zu der lang verschobenen Mitgliederversammlung in der St. Ursula-Kirche. Das Ambiente fanden alle sehr ansprechend. (Es wurde schon gemunkelt diesen Rahmen auch für die nächste Versammlung zu wählen.)

Aus der diesjährigen Vorstandsneuwahl ergab sich nur eine neue Personalie: Der Kassierer hat nun nach einem Jahrzehnt die Kasse weitergegeben. Viele sprachen ihr Lob für die vorbildliche und einwandfreie Kassenführung aus. Wir sagen hier nochmals DANKE.

Der neuealte Vorstand setzt nun seine Arbeit für weitere drei Jahre fort. Siehe: Der Vorstand



Als Hauptposten in den Ausgaben ist die Aufarbeitung der Kirchenbänke zu nennen. Ohne die hervorragende Zusammenarbeit von Oberurselern Bürgen und Firmen wäre die Arbeit aus Kostengründen nicht angegangen worden.

Zu den Aussichten kann gesagt werden: Die Aufarbeitung des Zugangs über das Seitenportal ist aktuell in der Planungsphase...


Ausdrücklich bedanken möchten wir uns hier an dieser Stelle bei den zahlreichen Spendern...Die Arbeit kann weiter gehen...


Neue Fotos von unserem Mitglied Horst Erbelding







Hoher Besuch zur Nachtöffnung Kirchturm

Nachdem die letzten Regentropfen die Nachtluft gesäubert hatten, wurde die Geduld der zahlreichen Besucher mit einer unglaublichen Fernsicht belohnt. Der Blick bis in den Spessart oder zum Vogelsberg war selten so ungetrübt.
Auch für die Interessierten der Stadtführung (durch Marion Unger*) ergab sich hier oben ein wunderschöner Schlusspunkt, mit Feuerwerk am Rande der Altstadt.
Geadelt wurde zudem die Nachtöffnung durch den erlauchten und wohlwollenden Besuch ihrer Hoheit Brunnenkönigin Pia I und Brunnenmeister Mathias sowie Gefolge zu später Stunde. (ps)

*siehe www.stadtfuerung-oberursel.de



ALMANACH


Rund um die St. Ursula-Kirche

25.09.2018, 19:00
Stundenschlag jetzt vollständig

Seit dem 24. September 2018 ist der Hammer für den Stundenschlag der Glocke Maria Frieden montiert. Seitdem ist das Schlagwerk wieder vollständig.

22.08.2018, 18:01
Probeläuten erfolgreich

Monteure der Glockengießerei Rincker haben heute Vormittag die neue Glocke Maria Frieden und dann alle vier Glocken zusammen erfolgreich probegeläutet. Hubert Kassmann und Waldemar Gillig war es mit freiwilligen Helfern aus dem Freundeskreis und weiteren Fachleuten im Rekordtempo gelungen, das neue Joch zu montieren und die neue Glocke aufzuhängen. Gegen 10:40 wurde zuerst Maria Frieden probegeläutet. Es folgten dann alle vier Glocken zusammen. Damit sollte vor allem die Stabilität des Tragwerks gestestet werden.
Bis der neue Hammer für den Stundenschlag fertiggestellt und montiert ist, wird es voraussichtlich bis Mitte September dauern.

21.08.2018, 10:23
Glocke ist im Turm

Am 20. August gegen 14 Uhr wurde die neue Große Glocke der St. Ursula-Kirche, Maria Frieden, in die Glockenkammer hochgezogen. Zahlreiche Zuschauer wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen. Mit einem Spezialkran wurde sie durch ein offenes Schallfenster ins Innere der Glockenkammer gehievt und dort mit einem Flaschenzug in die neue Position gehoben. Die alte Glocke Maria Craft steht direkt hinter der neuen Glocke funktionslos auf dem Boden.
Am Dienstagabend oder Mittwoch dieser Woche soll Maria Frieden zum ersten Mal läuten. Bis dahin muss sie am neuen Joch befestigt werden. Auf den Stundenschlag mit der neuen Glocke müssen wir aber noch zwei bis drei Wochen warten, da der Hammer noch nicht fertig ist. Hier ein ausführlicher Bericht der Taunus Zeitung vom 21. August 2018.

19.08.2018, 22:39
Glocke Maria Frieden ist geweiht

Im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes am 19. August weihte Pfarrer Andreas Unfried die neue Große Glocke der Sankt Ursula-Kirche, Maria Frieden. Im vollbesetzten Gotteshaus bedankte er sich bei Wilfried Abt stellvertretend für alle Aktiven des Freundeskreises Sankt Ursula-Kirche für das finanzielle und personelle Engagement bei der Ersatzbeschaffung für die abgängige 500-jährige Glocke Maria Craft. Ohne diese Unterstützung hätte die Gemeinde ein Projekt dieser Größenordnung nicht stemmen können. Zugleich bedankte sich Pfarrer Unfried bei Esther Radgen, die den Namenswettbewerb für die Glocke initiiert und durchgeführt hatte. Sein Dank galt auch Professor Dr. Josef Ochs, dessen Namensvorschlag „Maria Frieden“ die Jury überzeugt hatte.
Nach der Weihe schlug Wilfried Abt die neue Glocke mit einem großen Klöppel an.
Am Ende des Gottesdienstes gab es zwei Grußworte, von Wilfried Abt, dem Vorsitzenden des Freundeskreises St. Ursula-Kirche, und von Andreas Nebel für den Ortsausschuss St. Ursula.


Wilfried Abt führte aus: Als "Maria Craft", unsere "Groß Glock", wie sie seit Generationen liebevoll von den Orschelern genannt wurde, am 6. August 2018 um 10 Uhr, nach über einem halben Jahrtausend vertrautem Klang, letztmalig die Zeit verkündete, um danach für immer abgeschaltet zu werden, war ich in der Glockenstube zugegen. Ein denkwürdiger Moment!
Dort oben hat sie auch ihren "Ruheplatz" gefunden - sichtbar für jeden Turmbesucher.
Die Entscheidung zum Guss einer Nachfolgerin, als Hauptglocke von St. Ursula, wurde bald in den Gremien getroffen. Ein beispielloser Spendenaufruf wurde vom Freundeskreis St. Ursulakirche e.V. gestartet und die Resonanz hierauf ermutigte schon bald, den Auftrag zum Guss einer neuen Glocke an die Glockengießerei Rincker in Sinn zu vergeben. Am 27. April 2018 war es dann so weit. Im Beisein von 50 Oberurselern erfolgte der von Pfarrer Unfried gesegnete Glockenguss.
Die Abnahme der neuen Glocke durch den Glockenbeauftragten des Bistums war am 8. August. Sie wurde sowohl vom Klang her, als auch vom Guss und der Optik als "perfekt" bezeichnet.
Am vergangenen Samstag, 11. August, konnte sie schließlich von einer großen Anzahl interessierter Bürger und unter Geläut der 3 weiteren Glocken im St. Ursula-Turm, hier auf dem Kirchplatz begrüßt werden.
Als Vorsitzender des Freundeskreis St. Ursulakirche, maßgeblich mit der Abwicklung der gesamten Aktion, seit Bekanntwerden des Endes von "Maria Craft", bis zum ersten Erklingen unserer neuen Glocke "Maria Frieden", betraut, spreche ich meinen Dank auch im Namen des Ortsausschusses St. Ursula sowie des Verwaltungsrates aus.
Herzlichen Dank allen, die einen Beitrag zum Erwerb der neuen Hauptglocke geleistet haben! Drei unter den vielen Spendern sind in meinem Gedächtnis besonders haften geblieben. Zum einen die Rentnerin, die sich 20 € vom Mund abgespart hat und darauf hinwies, dass sie sich freut, wieder ein vollständiges Geläut von St. Ursula zu hören. Sie möchte nicht genannt werden! Dann, der ausländische Mitbürger, der uns anonym einen größeren Betrag in US$ zukommen ließ. Weiter bedanke ich mich bei der betagten Kirchgängerin, die mir mit den Worten "da, nemm des schone mal - es is für die Glock", 2.000 € zusteckte. Schließlich bedanke ich mich bei allen - genannt oder anonym - auch bei zahlreichen Gebern, die anderen Konfessionen angehören, ungeachtet der Spendenhöhe, sehr herzlich für ihre Großzügigkeit.
Kritiken haben wir in diesem Zusammenhang auch erhalten. Wir haben sie angenommen und lassen sie nicht außer Acht! Schließlich noch ein Wort des Dankes für die einwandfreie Zusammenarbeit an die ausführenden Organe und Firmen: Dem Glockensachverständigen des Bistums, Herrn Wolfgang Nickel, der Glockengießerei Rincker, Sinn, Holzbau Becker, Friedrichsdorf, die das Gebälk auf Vordermann gebracht haben, damit "Maria Frieden" überhaupt installiert werden kann. Ich bedanke mich bei dem Bauunternehmen Pfaff in Königstein und hier besonders bei Herrn Gerd Pfaff - immer mit guten Ideen behaftet - der nun schon zum zweiten Mal (2012 und jetzt) die baulichen Voraussetzungen getroffen hat, um die neue Glocke überhaupt im Turm aufzunehmen. Er ist es auch, der sich - ohne viele Worte zu verlieren - anbot, den Transport der Glocke von der Gießerei nach hier kostenlos durchzuführen.
Mein Dank gilt auch der Presse, TZ und Oberurseler Woche, die uns über die letzten fast 2 Jahre hervorragend begleitet haben.
Zu guter Letzt danke ich Herrn Pfarrer Unfried und dem Verwaltungsrat St. Ursula für die gute-und vor allem geräuschlose Zusammenarbeit-vom ersten Tag an.


Andreas Nebel sagte: Stellvertretend für den Ortsausschuss St. Ursula möchte ich auch einige Worte des Dankes zu sagen. Ich weiß nicht wie es Ihnen ergangen ist, als sie die neue Glocke in der Turmhalle zum ersten Mal in Augenschein nehmen konnten. Am letzten Samstag kurz nachdem Maria Frieden in St. Ursula ankam, hatte ich die Gelegenheit die neue Glocke zu sehen. Ich war überwältigt von der Schönheit, dem Glanz und der Erhabenheit. Es erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit, dass wir hier in St. Ursula dieses Jahrhundertereignis erleben dürfen.
Mir ist es auch ein Anliegen allen Menschen, die zum Gelingen der neuen Glocke beigetragen haben Danke zu sagen. Her Abt hat ja schon viele Beteiligte genannt.
Ich möchte ein besonderes Danke sagen, denen die bei der Namensfindung mitgemacht haben. Zuallererst möchte ich Esther Radgen nennen, die den Ideenwettbewerb initiiert und durchgeführt hat, alle die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben und besonders Herrn Dr. Ochs, dessen Vorschlag, der neuen Glocke den Namen Maria Krafft zu geben, letztendlich umgesetzt wurde. Möge die neue Glocke uns alle hier in Oberursel und darüber hinaus zum Frieden im Kleinen und im Großen aufrufen und erinnern.
Sie alle sind jetzt im Anschluss an den Gottesdienst zum Empfang auf dem Kirchplatz herzlich eingeladen. Bleiben Sie noch ein wenig zusammen und tauschen sie ihre Freude miteinander aus. Also ganz herzliche Einladung zum Empfang auf dem Kirchplatz.


08.08.2018, 18:08
Glocke Maria Frieden perfekt gelungen

Der Glockensachverständige der Diözese Limburg, Wolfgang Nickel, hat die neue Glocke Maria Frieden am 8. August bei der Glockengießerei Rincker in Sinn begutachtet und festgestellt, dass sie optisch und klanglich perfekt gelungen ist.

06.08.2018, 18:00
Maria Craft ertönt nicht mehr

Glockenexperten aus Sinn haben am 6. August die 2,62 Tonnen schwere Große Glocke Maria Craft abgehängt und auf ihren neuen Platz am Boden im hinteren Teil des Glockenturms bewegt. Dort wird sie stumm bleiben, aber weiterhin zugänglich. Letztmalig erklang ihr Stundenschlag um 10 Uhr.

27.04.2018, 21:02
Glocke Maria Frieden gegossen

Die neue Glocke "Maria Frieden" ist am 27. April 2018 in der Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn (Lahn-Dill-Kreis) gegossen worden. Fünfzig Interessierte aus Oberursel waren dabei. "Maria Frieden", 2212 kg schwer und auf h0 gestimmt, ersetzt die historische Glocke Maria Craft im Turm der St. Ursula-Kirche. An Pfingsten soll sie geweiht werden. Hanns Martin Rincker und seine Mitarbeiter gossen hintereinander drei Glocken, eine 1070 kg schwere Glocke für Appenheim (Landkreis Mainz-Bingen), die Oberurseler Glocke Maria Frieden und eine 268 kg schwere Glocke für Wietze (Kreis Celle).
Hier Eindrücke vom Glockenguss 3:53 Min.
Hier ein ausführlicher Filmbericht über das Ereignis 1:00 Std.

29.01.2018, 19:14
Spendenaktion für neue Glocke Maria Frieden hat begonnen

Seit dem 29. Januar hängen überall im Stadtgebiet von Oberursel Plakate, die zum Spenden für die neue große Glocke der Sankt Ursula-Kirche aufrufen. Die Glocke soll den Namen "Maria Frieden" tragen. Die Mittel dafür sind allein durch die katholische Kirchengemeinde Sankt Ursula aufzubringen.
Der Freundeskreis Sankt Ursula Kirche bittet die Bevölkerung, Spenden auf das Spendenkonto DE32 5125 0000 0007 0920 08 bei der Taunussparkasse einzuzahlen. Stichwort "Finanzierung Glocke Maria Frieden". Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Den Spenderinnen und Spendern geht umgehend eine Zuwendungsbestätigung zu.
JPG: Spendenaufruf Finanzierung neue Glocke Sankt Ursula

25.12.2017, 19:15
Die neue Glocke heißt "Maria Frieden"

im April soll sie fertig sein und zu Pfingsten geweiht werden

Jetzt ist es amtlich: Die Ortsgemeinde St. Ursula gab beim 11-Uhr-Gottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember 2017, bekannt, dass die neue große Glocke den Namen "Maria Frieden" tragen wird. Im April 2018 soll die Bronzeglocke in der traditionsreichen Gießerei Rincker in Sinn gegossen werden. Die Glockenweihe ist für Pfingsten, 20./21. Mai vorgesehen.
Der Vorschlag für den Namen stammt von Gemeindemitglied Professor Dr. Josef Ochs. Er begründete seinen Vorschlag im Gottesdienst mit der Friedenssehnsucht der Menschen und wie das Kirchengeläut von St. Ursula seiner Familie nach dem Krieg ein Stück Heimat zurückgegeben habe. Esther Radgen vom Ortsausschuss St. Ursula gab die Benennung bekannt. Wilfried Abt vom Freundeskreis St. Ursula-Kirche sprach darüber, wie die neue Glocke finanziert werden soll. Dazu bedarf es zahlreicher Spenden, zu denen der Verein in den nächsten Tagen aufrufen wird.
Die alte große Glocke Maria Crafft hat wegen Materialermüdung ausgedient und liefert nur noch den Stundenschlag im Zusammenspiel der vier im Turm von Sankt Ursula vorhandenen Glocken. Die neue fünfte Glocke mit einem Durchmesser von 1,61 m und einem Gewicht von 2400 kg soll mit folgender Inschrift versehen werden: "Ich bin Maria, der Mutter unseres Herrn geweiht, schlage für Frieden in Oberursel und weltweit - 2018."
Ihr Schlagton wird ein h sein. Der Ton wurde auf die anderen Glocken von Sankt Ursula abgestimmt und soll auch mit den Glocken der nicht weit entfernten Christuskirche harmonieren. Die Glocke wird über der ausgedienten Glocke Maria Crafft angebracht.
Die neue Glocke wird mit Transport und Aufhängung voraussichtlich 65.000 Euro kosten.
An der Namensfindung haben sich die Gläubigen rege beteiligt: 39 Vorschläge waren bei einem Ideenwettbewerb eingegangen, nicht nur aus der Kerngemeinde St. Ursula, sondern auch aus anderen Gemeinden der Großpfarrei. Eine Jury der Pfarrei tagte und einigte sich auf den Namen "Maria Frieden".

Lesen Sie dazu den Bericht in der Taunus-Zeitung
oder auch im Originaltext: PDF: - Bekanntgabe Glockenname Maria Frieden -

21.11.2017, 15:26
Ideenwettbewerb - Gesucht wurde Name für die neue Glocke

Die St. Ursula-Kirche bekommt eine neue Glocke als Ersatz für die beschädigte große Glocke "Maria Crafft". Für die neue Glocke wurde ein Name gesucht. Dafür hatten wir einen Ideenwettbewerb, an dem sich jeder beteiligen konnte, gestartet. Teilnahmeschluss war am 1. Oktober. Eine Jury aus Ortsausschuss, Freundeskreis St. Ursula-Kirche und Pfarrer hat nun den Namen ausgewählt. Im 11-Uhr-Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag 25. Dezember wird der neue Name bekanntgegeben.

16.06.2017, 12:30
Hat die Große Glocke ausgedient?

"Die große Glocke der katholischen Kirche St. Ursula in der Oberurseler Altstadt ertönt nur noch beim Stundenschlag. Fürs Geläut wurde sie außer Betrieb genommen, denn sie weist Schäden auf und klingt nicht mehr, wie sie soll – und wird wohl auch in Zukunft stumm bleiben!", schreibt Stefanie Heil in der Taunus-Zeitung vom 16. Juni 2017. Der Verwaltungsrat will sich in Kürze offiziell zur Zukunft der Glocke äußern.

In der Reportage der Zeitung heißt es weiter: Maria kann nicht mehr. Die Zeit hat ihr zugesetzt, die harte Arbeit ebenso. Gut 500 Jahre war sie so etwas wie die Stimme Oberursels. Sie, das ist die große Glocke im Kirchturm der katholischen St.-Ursula-Kirche. Ihr Name: Maria Crafft – oder auch Maria Krafft, zur Schreibweise gibt es unterschiedliche Angaben. Maria Crafft erklingt nur noch beim Stundenschlag, ansonsten ist sie stumm. Sie hat Risse, nicht zum ersten Mal. „Materialermüdung“, sagt Wilfried Abt, Vorsitzender des Freundeskreises St.-Ursula-Kirche.
Dass die Glocke nicht mehr läuten kann, wie sie soll, und infolgedessen außer Betrieb genommen wurde, wissen er und ein paar Eingeweihte aus der Gemeinde zwar schon länger, an die große Glocke gehängt haben sie das Thema aber bisher nicht. Doch jetzt hat Abt TZ-Informationen bestätigt, wonach die aus dem Jahr 1508 stammende Glocke nicht mehr in Dienst genommen, sondern ersetzt werden soll.
Erst 2011/2012 war die 2600 Kilo schwere Maria Crafft aufwendig aus Glockenstuhl und Kirchturm gehievt, wegen eines Risses in einem Glockenschweißwerk in Nördlingen repariert und dann wieder zurückgewuchtet worden. Aber dann ist der gleiche Schaden aufgetreten, und wieder ist ihr Ton, das Cis’, nicht sauber. „Sie klingt blechern“, meint Abt. Wenig später tritt er im Turm des Gotteshauses den Beweis an, stößt den Bronze-Koloss mit vollem Körpereinsatz an, damit Maria einen Ton von sich gibt. Dann holt er die Taschenlampe raus und leuchtet in den Bauch. Die Risse sind markiert, außerdem ist ein Stück des Materials rausgebrochen.

Josef Friedrich sieht das mit dem Klang emotionaler. „Sie klingt sehr krank“, sagt der Fachmann für die Geschichte von St. Ursula und „Vater“ des Museums, das im Kirchturm untergebracht ist. „Sie weint richtig, statt zu läuten.“ Sie ist auch schon zwei Mal abgestürzt...

Die große Glocke im Turm der katholischen St.-Ursula-Glocke wurde 1508 von einem Mainzer gegossen. Sein Name: Georg Crafft oder Krafft, die Schreibweise ist unterschiedlich überliefert.
Die Kirche ist dem auf den Grund gegangen, hat Experten hinzugezogen, ein Gutachten erstellen lassen. Die Firma aus Nördlingen habe zwar angeboten, die Glocke noch mal kostenlos zu reparieren, erzählen Abt und Hans-Jürgen Gorißen, der dem Verwaltungsrat der Pfarrei St. Ursula angehört. Aber: Die Kosten für den Transport – geschätzt ein fünfstelliger Betrag – hätte die Gemeinde tragen müssen. „Und es könnte in absehbarer Zeit wieder was sein“, meint Gorißen. Kosten: etwa 50 000 Euro.
Deshalb hat der Verwaltungsrat bereits entschieden, dass Maria Crafft in den Ruhestand geschickt und eine neue Glocke gekauft wird. Der Auftrag, diese zu gießen, ist allerdings noch nicht vergeben. Darüber müssen die kirchlichen Gremien noch beraten. „Etwa 50 000 Euro“, schätzt Gorißen, wird die Anschaffung kosten. Mit Geld vom Bistum rechnen die Katholiken nicht. Wahrscheinlich werden die Förderer vom Freundeskreis die Kosten tragen und eine Spendenaktion starten. Diese will die Pfarrei in Kürze vorstellen.

Der ein oder andere Gläubige hat, bei aller Zurückhaltung der Eingeweihten, schon gehört, was los ist – und das im Wortsinn. Dass die Glocke im Geläut fehlt, fällt treuen Gottesdienst-Besuchern auf. Und so habe der ein oder andere schon signalisiert, gern Geld dazugeben zu wollen, sagt Abt. Er weiß, dass Maria Crafft den Oberurselern wichtig ist und historische Bedeutung hat, weshalb sie sogar auf der Ehrenplakette der Stadt abgebildet ist.
Deswegen soll die große Glocke auch nicht aus dem Turm geholt werden, sondern bleiben. Platz für die Neuanschaffung ist trotzdem da. Ein Statiker soll zu Rate gezogen werden und sagen, wo die Glocken dann aufzuhängen sind. Außer Maria Crafft gibt es noch drei kleinere und jüngere Glocken, an deren Klang der Ton des Neuzugangs angepasst werden soll.


26.04.2017, 22:28
Vorstand komplett wiedergewählt

Der Vorstand des Freundeskreises wurde bei der Jahreshauptversammlung am 26. April 2017 komplett und einstimmig im Amt bestätigt. Kassenprüfer bleibt Dieter Pagel, neu gewählt als weiterer Kassenprüfer wurde Jürgen Gorißen.
In seinem Jahresbericht wies Vorsitzender Wilfried Abt darauf hin, dass größere Investitionen für Restaurierungsarbeiten an der St. Ursula-Kirche anstehen. Der Freundeskreis werde sich nach seinen Möglichkeiten spürbar beteiligen..

30.12.2016
Hohe Geburtstagsspende für Freundeskreis

Insgesamt 3.515 Euro haben Gäste einer Geburtstagsfeier an den Freundeskreis gespendet. Unser Mitglied Dr. Christoph Müllerleile wurde am 6. Dezember 2016 70 Jahre alt, feierte am 11. Dezember in familiärem Rahmen und bat seine Gäste, auf Geschenke zu verzichten und zu spenden.

14.09.2016
30 Jahre Rückkehr der Großen Glocke und Weihe Christopherus-Glocke

Der Sonntag, 14. September 1986, war ein großer Tag für die St. Ursula-Gemeinde. Die Große Glocke Maria Krafft kehrte nach gründlicher Überholung auf den Kirchplatz zurück. Die neue Christopherus-Glocke wurde geweiht. Die Gemeinde feierte das Ereignis mit einem Festhochamt und einem "Glockentrunk" im Freien. Der Spielmannszug der Kolpingsfamilie begleitete den Umzug der beiden Glocken durch die Altstadt.
Am 15. September zog ein Spezialkran die Glocken hoch zur Glockenstube. Zum Kirchweihfest am 19. Oktober erklang zum ersten Mal das neue Stadtgeläute der St. Ursula-Kirche.
Der Freundeskreis St. Ursula-Kirche hatte wesentlichen Anteil an der Finanzierung der kostspieligen Reparatur. Die Christopherus-Glocke ist eine Spende des früheren Pfarrers von St. Ursula und Liebfrauen, Erich Einig.

Freundeskreis St. Ursula-Kirche Oberursel
Der Stadt und den Menschen ihr Wahrzeichen erhalten