MUSEUM

Die Sammlung Sakraler Kunst aus Oberursel wurde 1981 in den ehemaligen Luftschutzräumen des Kirchturmes eröffnet. Näheres können Sie bei einem Rundgang oder einer Führung erfahren. Ein kleiner Leitfaden steht auch zur Verfügung.
Nun ein paar Eindrücke:

Judas Thaddäus, 18. Jahrhundert, Konrad Jäger zugeschrieben.
Modell der Kirche St. Ursula, gebaut von Heinrich Zweifel (geb. 29.09.1858 in Oberursel). Auf dem kleinen Foto Heinrich Zweifel mit einem Enkel.

Rechts Messbuch mit Text der Heiligen Messe nach der Ordnung des Konzils von Trient 1545-1563, Verlag Pustet, Regensburg 1939.
In diesem Raum wird die Verbundenheit von Oberursel mit der heiligen Ursula gezeigt.

Auf der Schautafel rechts ist der Gebrauch von Bildern der heiligen Ursula im Leben der Oberurseler zu sehen. In der Mitte Sankt Ursula von Arnold Kunz 1874. Tragefigur zur Mitnahme bei Prozessionen. Unter dem Sockel wurden zwei Tragehölzer befestigt, damit sie vier Schultern tragen konnten.
In der Vitrine Sprechgitter eines Beichtstuhls um 1880. Letztes erhaltenes Stück der neugotischen Möblierung der Kirche.
Weiter links die weiße Dame, Sancta Maria Immaculata Conceptio, wie sie Bernadette Soubirous 1858 in Lourdes gesehen hat.
Links außen Skulpturen der Frömmigkeit des 19. und 20. Jahrhunderts: Herz Jesu, Heiliger Franziskus, Heiliger Aloisius, Heiliges Herz Mariä, Heiliger Josef, Jesus als Kind.
Maria, die Gottesmutter, mit Jesus, ihrem Sohne von Georg Hieronymi um 1980, Eichenholz.

Unten links Geburt Jesu, Ton, 20. Jhd.
Auf dem Regal rechts im Bild oben links Heilige Maria Mutter Gottes, einer verlorenen Kreuzigungsgruppe zugehörig, nach spätromanischem Vorbild 20. Jhd. Holz.
Oben Mitte Kreuzigung von 1500 Maria mit Johannes (z.Zt. in Restaurierung). Mitte links Aaron und Melchisedech von Franz Mathias Hirnie, Mainz 1717, Originalfassung.
Mitte Kelch von 1725 Quirin Rotenberger, Mainz., daneben Kelch mit Patene 18. jhd. Mitte rechts St. Wendelin, Patron der Landleute, aus dem 18. Jhd.;
Ostensorium mit Kreuzreliquie, 18. Jhd. Darunter Verkündigung des Herren Majolika auf Ton Kloster Herstelle 20. Jhd. Darunter Kabinettsscheibe St. Josef Farbiges Glas mit Malerei 19./20.Jhd.
Links unten Heilige von Ende des 15. Jhd, Lindenholz gefasst. Unten Mitte St. Terese von Lisieux 20. Jhd. Holz. Figur neben dem Regal Jesus der gute Hirte von Johann Josef Belz, Frankfurt 1947. Links Kreuzigung 18. Jahrhundert aus der Kreuzkapelle auf dem Alten Friedhof.
Reliquienaltar von 1513
Laterne aus dem 20. Jhd. Sie wurde beim Versehgang zur Spendung der Sterbesakramente vorangetragen
Fahne der Marianischen Congregation der Jungfrauen von 1909.
Rechts
Jesus wird vom Kreuz abgenommen. Altarbild 19. Jhd., seitenverkehrt nach Peter Paul Rubens.

Mitte
vier Tafeln Kleiner Kreuzweg von Adam Netz, Oberursel 1825 - 1892.

Unten
Grablege Jesu 19. Jhd. Oben Relief Weihnachten Adam Netz 1825-1892. Links Mariahilfbild nach Lukas Cranach d. Ä. von Johann Conrad Jäger.
Kelch mit Patene von 1725, Quirin Rotenberger, Mainz
Rechts
Reliquien vom Ursula-Acker in Köln, wo die Überreste von St. Ursula und ihrer Gefährtinnen vermutet werden.

Links
Gemälde Belehrung der Heiligen Maria durch ihre Eltern Joachim und Anna, um 1720 von Konrad Jäger, Schönberg.
Mariahilfbild nach Lukas Cranach d.Ä. von Johann Conrad Jäger.
Stationsaltar für die Prozession an Fronleichnam.
Der Altar wurde an Fronleichnam am Haus Wolf am Marktplatz aufgestellt. Heute ist dort die Stadtbücherei. Er war 1855 von Arnold Kunz aus Oberursel gefertigt für Jakob Kamper und seine Ehefrau Eva Rompel, die Eigentümer des Hauses waren.
Salome von Galiläa auf dem Weg zu Jesu Grab, um ihn zu salben. 19. Jahrhundert, Brügge.
Detail aus einem Stationsaltar für die Prozession an Fronleichnam. Der Altar wurde an Fronleichnam am Haus Wolf am Marktplatz aufgestellt. Heute ist dort die Stadtbücherei. Er war 1855 von Arnold Kunz aus Oberursel gefertigt für Jakob Kamper und seine Ehefrau Eva Rompel, die Eigentümer des Hauses waren.
Grabungsfunde von Gräbern privilegierter Stadtbürger aus dem 16. und 17. Jhd. Hier Sargteile: Sarggriffe, Nägel, Sargbeschläge,
Bild links: Bestattung im Leichentuch, im Hintergrund das Beinhaus, rechts Tod im Spital, Einnähen in das Leichentuch, um 1500, Bestattung im 15. Jhd.

Grabfunde Rosenkranzperlen: Glas-, Kristall- und Knochenperle, Blütenabdruck in gebranntem, grünglasiertem Ton, Nadelkollektion; Trachtbestandteile: Haken, Ösen und Beschläge.
Grabungsfunde von Gräbern privilegierter Stadtbürger aus dem 16. und 17. Jhd.
Oben Gesamtplan der gotischen Kirche mit vier Bauphasen und 70 Bestattungen.
Links Buch über Grabungen, rechts Steinzeugkrug aus dem 16. Jhd. Unten Grabungsfoto, Grabungsfunde von Gräbern privilegierter Stadtbürger aus dem 16. und 17. Jhd. Sargteile: Sarggriffe, Nägel, Sargbeschläge.
Relief "Weihnachten" von Adam Netz, 1825-1892.

Stand: 2017, Fotos von Michael Ruppel
Freundeskreis St. Ursula-Kirche Oberursel
Der Stadt und den Menschen ihr Wahrzeichen erhalten